Berichterstattung aus der Oldenburgischen Volkszeitung

Wie schon erwähnt hat es in der vorletzten Woche eine Aussage vom scheidenden Umweltminister, Herrn Sander zu einer Umsetzung der Dümmersanierung gegeben. Hier die Presseberichterstattung aus der Oldenburgischen Volkszeitung dazu.

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

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Ein Kommentar
  1. W.G. sagt:

    ++++++Eine Massnahme hat Dr. RIPL vergessen+++++
    Das limnologische Gutachten Dümmersanierung (RIPL 1983)
    Aussschnitte:
    Das Sanierungskonzept sieht die Durchführung von insgesamt vier Maßnahmen vor, je zwei wesentliche „Entlastende Maßnahmen“ (S. 138 ff.) und zwei flankierende „Zusatzmaßnahmen“ (S. 142 ff.). Zu den ersteren heißt es im Gutachten auf S. 147: Es „ist zur Sanierung des Dümmers eine Entlastung des Sees durch Minderung der Einträge aus der Hunte unerlässllich. Diese Minderung kann durch

    (1) Umleiten des Bornbaches in den Randkanal
    und
    (2) einer dem Dümmer vorgeschalteten Schilfpolderanlage zur mechanischen und
    biologischen Reinigung der Hunte erfolgen. In Bezug auf Nährstoffe, Trübstoffe
    sedimentbildender Stoffe wie Kalk und Kieselsäure kann durch diese Maßnahme
    während der Vegetationsperiode eine etwa 80%ige Entlastung erwartet werden.“
    Zu den erwarteten Auswirkungen heißt es auf S. 148: „Die Restmengen an Nährstoffen reichen nicht aus, um die Faulschlammbildung noch weiter voranzutreiben.“ Als eine der Zusatzmaßnahmen ist daher vorgesehen
    (3) „eine weitere Sedimentbaggerung bis zur Fertigstellung der Schilfpolderanlage,
    um zumindest die jährlich anfallenden etwa 50.000 t Schlamm zu entfernen
    und eine weitere Verlandung des Sees zu verhindern.“
    Als weitere begleitende Maßnahme genannt wird
    (4) eine „aktive Fischbewirtschaftung“ durch eine verstärkte „Abfischung
    Zooplankton-fressender Fische, wie Blei, Plötze und Güster.“ Gleichzeitig soll
    eine Verstärkung des Raubfischbestandes erfolgen, insbesondere ist „ein
    Besatz mit einer größeren Anzahl mindestens einjähriger Hechte.

    Diese Vorschläge übernehmen weitgehend alle Politiker.

    Kritisiert wird aber, dass mit Bornbachumleitung und Schilfpolder nicht die eigentlichen Ursachen des Problems behandelt werden, nämlich die unnatürlich hohen Nährstoffeinleitungen in das Gewässersystem. Das Problem ist allerdings: Viele dieser Einleitungen erfolgen lt. Dr. Novack vom NUVD „diffus“, d.h. durch Sickerwasser, über (vermutlich) einige hundert kleiner Entwässerungsgräben, über sicherlich hunderte von Drainageeinleitungen, über zahlreiche Oberflächenentwässerungen von bebauten Flächen.

    Warum wird bisher kein Wort über die Verursacher, den Nährstoffeintrag der Landwirtschaft gesagt. Wir und andere haben auch schon mehrfach auf diese sofortige Forderung zur Einstellung oder drastischen Reduzierung der Gülle-Ausbringung auf die Felder hingewiesen, denn diese Maßnahme ist die einzige sofortig wirksam messende positive Verringerung der Seebelastung. Es wird auch sicherlich gemeinsam mit der Landwirtschaft und dem Landwirtschaftsministerium Ausgleichsflächen. o.ä. im Nichteinzugsgebiet der oberen Hunte zu finden sein. Hierfür könnte den Landwirten ein finanzieller Ausgleich aus der Befahrensgebühr , die sowieso im Topf des Landwirtschaftministerium zur großen Verwunderung landet, zugesprochen werden. Das wäre ein vielfaches günstiger und damit sofort finanzierbar. Die bisherigen Vorschläge sollten weiterhin verfolgt werden, aber diese sind als langfristig anzusehen und dauern bis zum Wirksamwerden sicherlich 10 Jahre, bis dahin ist der Dümmer ein „Kloake“

    Eins steht fest, man muss das Übel an der Wurzel fassen, und das ist die Verursachung,

    SCED Vorstand

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