Die Spur der Schweine – Massentierhaltung und Ihre Folgen

NDR- Die Spur der SchweineVon einer Nutzerin des Gästebuchs (Danke Anke Hillebrenner!) kam jetzt ein Hinweis auf eine interessante Sendung im NDR unter dem Titel: Die Spur Schweine!

Thematisiert wurde dort u.a. in der die Nitratbelastung im Grundwasser in Damme als Folge der Intensiven Schweinemast wurde. Bewohner in Damme haben über 200 mgr Nitrat gemessen (der Grenzwert liegt bei 50 mgr).

Damit sind wir wieder beim Thema „Verursacherprinzip“. Die massenweise Kleintierhaltung und als Folge die Ausbringung mit Gülle und das ebenfalls stetig wachsende „Problem“ der Biogasanlagen, die Ihre Gärrückstände – die eine fast gleichhohe Nährstoffdichte wie Gülle haben – unkontrolliert auf die Felder ausbringen.

Wenn das „Quasi-Umkippen“ des Dümmer’s nicht als Grund reicht, vielleicht werden die Politiker und Lobbyisten dann endlich mal aufhorchen wenn auch das Grundwasser „umkippt“!

Die Sendung ist hier zu sehen: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/schweine149.html 

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

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7 Kommentare
  1. Ingo Faust sagt:

    ich wohne seit 6 Jahren am Dümmer uns sehe immer wieder die Landwirte die immer wieder die Gleichen Flächen Düngen. Im Früjahr 2012 warf ein Landwirt bei Starkwind über 50klm die Gülle aus mit einem verspritzer, oder wie der genannt wird . Die Gülle flog mit dem Wind Haushoch über die Ganze Feriensiedlung, bis an die Fenster der Häuser.
    Eine riesen Sauerei!! Wer kontrolliert die Menge und Häufigkeit der ausgebrachten Gülle??
    Wer kontrolliert die Anzahl der Tiere??? Antwort….Keiner !!! Angeblich der Landkreis.
    Wenn die Mengen nicht kontrolliert werden ist bald der See komplett kaputt. Eine Hausbrunnen den ich nutze hatte hohe Coli Bakterien Ansammlungen und konnte im Sommer 2012 mehrere Wochen nicht genutz werden. Also , kein Duschen usw in meiner Wohnung.

  2. SCED sagt:

    Hunderte Möven und Kormorane vor Eickhöpen.

    ++++++++++ EINE VERZWEIFELTE OHNMACHT +++++++++++

    Der SCD Segelclub Eickhöpen Dümmer kann das nur bestätigen, seit Wochen jeden Tag das gleiche Bild, Hunderte Möven fischen die toten erstickten kleinen Fische ab und anschließend kommen di…e Kormorane auch in einer Hunterschaft und fressen die noch lebenden Fische aus dem tieferen Wasser. Dadurch gibt es kaum noch Fischbestand, der sich von den Zuckmückenlarven im Schlamm ernährt, so das diese im nächsten Sommer uns wieder massiv nerven. aber man will das Schilfpolder (10 lange Jahre)
    Dabei gibt es auch sanfte alternative Möglichkeiten,

    „MIKRO-ORGANISMEN“

    DIE BLAUALGEN VERNICHTEN UND DEN SCHLAMM ABBAUEN.
    Kein Fischsterben, keine Blaualgen, Sauerstoff, gesundes Wasser.
    Dieses wird von den Behörden nicht ernst genug genommen und ein Test im Hafen des SCD immer wieder verzögert.
    Bilder: http://www.sced.de

    unter: AKUELLES BLAUALGEN Mehr anzeigen
    .

  3. SCED Segelclub sagt:

    +++++++RETTET DEN DÜMMER+++++++EINE TRAURIGE BILANZ
    Lieber Thomas Bunte und Mitarbeiter.
    Diese Seite ist über einen Monat nicht mehr aktualisiert worden, geschweige denn mit Neuigkeiten versehen worden. So ist es seit Erscheinen dieser Homepage. Es besteht kein Interesse. Ich würde gern erfahren, wieviel „Zugriffe“ auf diese Seite waren.
    Vor allen Dingen die Segler und die jungen Leute, die dieses Medien beherschen, haben kein Interesse an einem intakten Dümmersee. Sie befassen sich lieber mit Facebook o. ä. und stellen lieber unsinnige Artikel oder Bilder ein, die nur Selbstdarstellungen in eigener Sache sind ohne öffentliches Interesse.
    Es liegt aber auch daran, dass man keine aktuellen Bilder selbst einstellen kann und das die Texte erst „sensiert“ werden, bevor sie erscheinen.
    +++++++++So hat diese gutgemeinte Idee keine Chance.+++++++++

    • Thomas Bunte sagt:

      Hallo!
      Aus der Tatsache, dass keine Inhalte eingestellt worden sind, abzuleiten es bestände kein Interesse ist doch etwas daneben (ich bin zum Glück ein höflicher Mensch, sonst könnte ich aus was anderes schreiben).
      Es gibt nur manchmal Phasen wo man beruflich so eingespannt ist, das es einem nicht gelingt auch noch ein – komplett alleine getätigtes -„Freizeitprojekt“ zu bestücken und sei es noch so wichtig!
      Aus diesem Grund habe ich in der knappen Zeit einfach den einfachen und schnelleren Weg über Facebook gewählt.

      Desweiteren ist hier noch nie ein Text „zensiert“ worden.
      Wenn hier Texte von externen Autoren eingestellt worden sind, sind diese – nach Absprache mit den Autoren entweder direkt unter deren Namen durch mich eingestellt worden oder ich habe – ebenfalls nach Absprache – unter meinem Namen, aber mit klarem Hinweis die Inhalte eingestellt.
      Ich behalte mir aber das Recht vor, selber zu entscheiden was ich unter meinem Namen und auch in meiner Verantwortung veröffentliche!

      Aber weder sind hier redigierte oder gar zensierte Inhalte eingestellt worden, noch habe ich Kommentare von dritten – auch wenn ich anderer Meinung bin – gelöscht!

      Ich bitte dies zu beachten und andere, bösartige Unterstellungen zu Unterlassen.

  4. SCED Segelclub sagt:

    Lembruch. Die Ostseite des Dümmers leidet unter einer neuen Blaualgenplage.
    OLDENBURGER VOLKSZEITUNG vom 18.09.2012
    Spaziergänger wurden am Wochenende von Gestank belästigt. Am Freitag hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirt…schaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zwei Unternehmen beauftragt, in Lembruch mit Amphibienfahrzeugen Blaualgen aus dem Dümmer zu pumpen. Die Politiker sehen sich aber mit Vorwürfen empörter Bürger konfrontiert: Gegen Algen und Gestank werde zu wenig unternommen.

    Ist der Schilfpolder die richtige Lösung,

    Angesichts der bis dahin alljährlich zu erwartenden Blaualgen-
    Plage wächst der Druck der Anwohner auf die Politik.
    „Uns stinkt es zum Himmel“, sagt Unternehmer Walter Goldbecker.
    Der Gütersloher hat ein Haus am See. Der Vorsitzende des Segelclubs Eickhöpen hat selbst die Initiative ergriffen und Kontakt
    zu einem Unternehmen in Belgien aufgenommen, das verspricht,
    größere Gewässer mit Hilfe von Mikroorganismen von Blaualgen nachhaltig zu befreien. Anfang September haben die Segler dem NLWKN ein Versuchsprojekt in einem abgeschotteten Hafenbecken vorgeschlagen.
    Ein Test mit Mikro-Organismen im Ententeich am Dümmer-Museum, der völlig schwarz, schmierig und verdreckt war, zeigt nach 6 Wochen sauberes reines Wasser, man kann jedes Blatt auf dem Grund sehen. (siehe Foto auf Homepage) http://www.sced.de

  5. SCED Segelclub sagt:

    DAS ERSTE MAL,
    DASS IN DER PRESSE ÜBER ALTERNATIVE MÖGLICHKEITEN UND ÜBER MIKRO-ORGANISMEN BERICHTET WIRD. KEINE CHEMIE KEIN GIFT, SONDER REIN BIOLOGISCH.
    DAS HABEN WIR ALS SCED SCHON SEIT LANGEN MONATEN DEN BEHÖRDEN ANGEBOTEN:

    http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-diepholz/blitzeinsatz-sauberen-2502476.html2502476Blitzeinsatzfür sauberen See0true

    14.09.12Landkreis DiepholzDruckenAlgen aus dem Dümmer pumpen
    Blitzeinsatz für sauberen See
    Von Anke Seidel. © Foto: Seidel
    Nicht ausgeschlossen, dass der gestern vereinbarte Arbeitseinsatz schon heute beginnt: Fachfirmen sollen versuchen, die lästigen Blaualgenteppiche aus dem Dümmer zu pumpen und damit sowohl Touristen als auch Anwohnern endlich Erleichterung zu verschaffen.
    So soll es nicht bleiben: (v.l.) Landrat Cord Bockhop, NLWKN-Betriebsstellenleiter Bernd Lehmann, der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Klare, der Sulinger LGLN-Chef Helmut Weiß und der Landtagsabgeordnete Hans-Werner Schwarz erörtern Möglichkeiten zum Abpumpen der Blaualgen-Teppiche auf dem Dümmer. ·
    Das vereinbarten Behördenvertreter und Politiker ad hoc am runden Tisch. Das Forum: Eine Pressekonferenz, zu der gestern die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Klare (CDU) und Hans-Werner Schwarz (FDP) quasi im Vorwahlkampf ins Hotel Seeblick eingeladen hatten. Schwarz und Klare klagten, dass sie sich immer wieder mit Vorwürfen empörter Bürger herumschlagen müssen: „Blaualgen, Gestank – es wird zu wenig getan“, fasste Klare die Kommentare zusammen. Deshalb wollten die Landtagsabgeordneten ihr Jahrzehnte langes Engagement für den Dümmer noch einmal explizit darlegen. Doch vor den Augen und Ohren kritischer „Dümmeraner“, die als Zuhörer zugelassen waren, entwickelte die Pressekonferenz eine Eigendynamik – als intensive Suche nach probaten Sofortmaßnahmen für den Dümmer.

    „Sucht euch jemanden, der das Zeug schnell rausholt“, zitierte Karl-Heinz Klare Staatssekretär Karl-Friedrich Ripke – und sprach von einer Zusage des Landes, die Kosten dafür zu übernehmen.

    Denn auf dem See schwimmen schlierende Algenteppiche, dazwischen manchmal tote Fische: Ein unerträglicher Zustand.

    Verschiedene Methoden hatte der Landesbetrieb ausprobiert. Der große Erfolg sei bisher ausgeblieben.
    Dennoch: „Man muss nach außen Handlungsfähigkeit demonstrieren. Das wollen die Anwohner und Touristen“, davon zeigte sich Landrat Cord Bockhop fest überzeugt. Deshalb müsse am Dümmer „möglichst viel sofort gleichzeitig“ gemacht werden, so der Landrat – und das über Zuständigkeitsgrenzen hinaus. Obwohl nicht verpflichtet (Eigentümer des Dümmers ist das Land) will der Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen und 5000 Euro für eine Sofortmaßnahme zahlen: Für das Abpumpen der toten Algen aus dem See – jedoch nur, wenn sich die Samtgemeinde mit dem gleichen Betrag beteiligt. Sogar eine Firmenadresse hatte der Landrat schon mitgebracht. Ein Unternehmen aus Stuhr soll versuchen, die Algenschlieren aus dem Dümmer zu pumpen. Auch eine Firma aus dem Südkreis soll eingesetzt werden. „Es ist ein Versuch“, warnte der Landtagsabgeordnete Hans-Werner Schwarz vor übertriebenen Hoffnungen.

    Cord Bockhop griff zum Handy und klärte binnen weniger Minuten, wo die abgepumpten Algen entsorgt werden: „Sie können auf einer landwirtschaftlichen Fläche untergepflügt werden.“

    Dümmerbeirats-Vorsitzender Helmut Weiß (Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Sulingen) erläuterte gemeinsam mit Bernd Lehmann noch einmal die unverzichtbaren, langfristigen Sanierungsmaßnahmen seit 1987 und den 16-Punkte-Plan für den Dümmer.

    Und welchen Stellenwert haben neue Alternativen wie die Mikro-Organismen-Methode oder der Algen-Hydrozyklon?

    Beides werde zurzeit überprüft, antwortete Bernd Lehmann: „Das Ergebnis werden wir am 1. Dezember dem Umweltminister vorstellen.

  6. C. Kosanetzky sagt:

    Bereits in den 80er Jahren gab es wenn ich mich Recht erinnere im LK 1 Mio Kubikmeter Überschussgülle nach amtlichen Kataster, deren Verbleib unklar war. Eine ebenfalls in den 80er durchgeführte Viehzählung ergab wesentlich höhere Masttierbestände, als im amtlichen Kataster erfasst – und auch die Grundwasserbelastung war im Umfeld des Dümmers schon erheblich und wurde von den Umweltverbänden damals öffentlich angeprangert – insofern sind die Aussagen des Films eine Bestätigung, dass sich der Trend unverändert fortgesetzt hat. Das allein ist schon ein Problem und wert genug, sich darüber aufzuregen – schließlich geht es in diesem Fall dieket an die eigene Gesundheit bzw. ans Portemonnaie, da eigenen Hauswasserbrunnen wegen der hohen Nitratbelastungen geschlossen werden müssen und stattdessen aufwändig gereinigtes Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bezogen werden muss. Noch eine schlechte Nachricht: Experten gehen davon aus, dass strikte Beschränkungen bei Einsatz von „Wirtschaftsdünger“ (Gülle) erst nach vielen Jahrzehnten ein Verbesserung bringen werden/ würden….

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