Erste Berichte vom Dümmer-Forum enttäuschen

Inzwischen gibt es die ersten Presseberichte zum Dümmer-Forum, auf dem die Staatssekretäre aus dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium die Sanierungsmaßnahmen vorstellten.
Und das was sich da rauskristallisiert – mit der Einschränkung das ich bisher nur die Infos aus der Presse auf Basis dieses Artikels im Kreisblatt habe- ist mehr als wenig. Es ist schlicht enttäuschend 

  • Es wird zugesichert das turnusgemäß gebaggert wird.
    Also nicht mehr als sonst auch und das wo dieses Jahr ja deutlich mehr Biomasse (Algen) abgestorben ist. 🙁
  • Es wird ein neuer Beirat gegründet um Fachverstand vor Ort einzubinden.
    Anscheinend gibt es in der Verwaltung ja bisher nicht  genug davon (was nach allen Berichten bisher definitiv nicht der Grund ist ).  🙁 
    Und Gremien haben wir ja mit Dümmer-Forum, Gebietskooperation Hunte usw. noch nicht genug:-(
  • Es wird an einem neuen 16 Punkte Programm gearbeitet, das im Mai/Juni 2012 vorgestellt wird.
    Klingt ja so als ob die Verwaltung bisher nicht in der Lage war Konzepte zu erarbeiten. Auch das darf bezweifelt werden, denn es fehlt an Geld bzw. am Willen zur Umsetzung! 😕
  • Es soll ein regelmäßiges Monitoring aufgesetzt
    Gab es das bisher etwa nicht und die Maßnahmen bisher, die immer beschworen wurden, sind nicht ergebnisorientiert bewertet und gemonitort wurden ??  😕
  • Staatsekretär Ripke (LW-M) empfahl den Kommunen vor Ort den Dümmer-Raum als priorisiertes Projekt bei der EU anzumelden.
    Wird hier die Verantwortung vom Land als Besitzer auf die Kommunen vor Ort abgewältzt. Echt dreist. 
    😡
  • Die Mittel für den Bau Großschilfpolder sieht Staatssekretär Ripke als Zuschuss vom Land für machbar an. Die Betriebskosten pro Jahr könnte das Land aber nicht zahlen.
    Eine wunderschönen Methode das Thema zu verschieben, denn solange die Betriebskosten nicht finanziert sind, wird auch nicht gebaut. Hier stiehlt sich das Land als Besitzer aus der Verantwortung.  🙁
  • Staatsekretär Ripke wünschte sich, von „den einzelnen bitterbösen Briefen und dem blinden Aktionismus“ weg- und zur verantwortungsvollen Arbeit des Beirates als Gremium in ML und MU hinzukommen.
    So kann man die Bewegung, die in den letzten Monaten die Damen und Herren überhaupt zu einem gewissen Aktionismus gebracht hat, auch diskreditieren. 
    Die meisten Nutzer dieser Seiten kennen die Briefe und wissen das nichts „böseres“ als harsche Kritik an der bisherigen weitgehenden Untätigkeit geübt wurde. Wenn das jetzt in der Demokratie schon als blinder Aktionismus negiert, zeigt dies ein „seltsames“ Demokratieverständnis.  😡

Was bleibt nach den ersten Eindrücken. Ein Musterbeispiel politischer „Verdunkelungsarbeit“ und „Beruhigungstaktik“.

  1. Verkaufe geplante Selbstverständlichkeiten (Ausbaggern) als neue positive Nachrichten.
  2. Willst Du keine Lösung, gründe ein neues Gremium und erstelle ein neues Konzept!
    Und heuchele damit Aktionismus 
  3. Schiebe Verantwortung auf Dritte ab.
  4. Diskreditiere deine Kritiker als unsachlich und der Sache nicht dienlich, um die Diskussion abzuwürgen.
  5. Verspreche etwas im Hauptsatz (Großschilfpolder) und stelle es im Nebensatz aufgrund Finanzierungsvorbehalt wieder in Frage.

Schade das da so verlaufen ist, es bleibt also für uns viel zu tun. Den man merkt: wir müssen die Landesregierung zum „Jagen tragen“.
Also der Druck muss konstant hoch bleiben.

Aber vielleicht täusche ich mich ja auch und die Darstellung im Kreisblatt geht an der Sache vorbei, weil die Vertreter der Regierung falsch verstanden wurden!

 

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

Alle Beträge von Thomas Bunte anzeigen

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.