Kraut- / Algen-„ernte“ in Münster

Algenernte in Münster - Westfälische Nachrichten

Algenernte in Münster – Westfälische Nachrichten

Wer in den letzten Wochen auf dem Dümmer in Sachen Wassersport unterwegs war, kennt die Problematik mit den inzwischen schon riesigen Krautfeldern.

Im Gebiet von der Mitteltonne nach Norden ist ein sehr großes Feld, das für manche Kielschwerter-Segler auf dem Weg nach Dümmerlohausen schon fast eine „Barriere“ geworden ist.

Auch in Münster hatte sich im Hafenbecken an der Parymeile eine große Menge an Kraut- und Algen gesammelt. Dort wurde jetzt mit einem Spezialfahrzeug vom Besitzer des Hafens, den Stadtwerken, eine Mähaktion durchgeführt.
Hier ein entsprechender Bericht in den Westfälischen Nachrichten aus Münster, mit Video.

Algenernte in Münster - Westfälische Nachrichten PrintausgabeWomit man sieht das aktive Vorgehen möglich ist – wobei natürlich Fläche und Mengen am Dümmer größer sind. Man sieht aber auch, das wir eben nicht ein innerstädtischer See sind, wo die Problematik gleich großen Menschenmengen auffällt und so der Druck auf die Verantwortlichen hoch genug ist.
Hannover – und die anderen Entscheidungsebenen sind halt weit weg.

Die Wassersportler würden eine solche „Bereinigungsaktion“ benötigen und dies auch den daran abhängigen touristischen Einrichtungen helfen.
Und für den Gesamteindruck wäre es auch hilfreich, denn jetzt sammeln sich in den Krautfeldern die Blaualgen und sterben dort früher ab als auf der freien Seefläche. Und das führt zu optischen und geruchsmäßigen „Extrembelastungen“.

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

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Ein Kommentar
  1. Klaus sagt:

    Nun also die Wasserpest, der Tod des Wassersports. Kein Wunder, wenn tonnenweise Nitrat zur Phosphatfällung eingebracht wird. Die Trübung durch Blaualgen sowie der hohe Phosphateintrag durch Überdüngung hat die Wasserpest kurz gehalten. Nun ist sie gefesselt. Gleiches droht, wenn der Polder irgendwann mal das Phosphat zurückhält. Auch das große Fischsterben der letzten beiden Jahre wird einen Anteil daran haben, da nun ausreichende Bestände an Pflanzenfressern fehlen. Ein Blick auf die Auswirkung der Wasserpest kann man an Ruhrseen beobachten. Der Wassersport hat sich dort zurückgezogen und ist, vorwiegend nach Holland, abgewandert. Ich empfehle den Artikel
    http://www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/elodea_abschlussbericht.pdf zu lesen. Einzig hilfreich scheint ein Besatz mit Rotfedern zu sein.

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