Podiumsdiskussion der IG Dümmer mit Vertretern aller politischer Parteien

Die Interessengemeinschaft Dümmer lädt zu einer Podiumdiskussion zum Thema Dümmersanierung ein. Vertreten sind alle politischen Parteien im Landtag, mit teilweise „hochkarätiger“ Präsenz.
Hier die Einladung der ID Dümmer! 

Sehr geehrte Damen und Herren
hiermit möchte ich Sie auf die von der Interessengemeinschaft Dümmer veranstaltete Podiumsdiskussion am 20.10.2012 in Hüde hinweisen.
Das Thema ist:
Dümmersanierung in den nächsten fünf Jahren und danach.

Zeit: 20.10.2012
19.00 Uhr
Ort: Strandhaus Hüde
Familie Lustig
Zum Fischerhafen 22
49448 Hüde

Die Moderation übernimmt der am Dümmer bekannte Peter Kliemann.
Die CDU wird durch Karl Heinz Klare, stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Abgeordneter des Wahlreises 42 /Diepholz, vertreten.
Die SPD wird Frau Renate Geuter, Fraktionssprecherin für Haushalt und Finanzen, ins Rennen schicken. Unterstützen wird Sie dabei Herr Joachim Oltmann, Kandidat für den Wahlreis 42/Diepholz.
Die FDP lässt sich durch ihren Generalsekretär und umweltpolitischen Sprecher Dr. Gero Hocker vertreten.
Von den Grünen nimmt der stellv. Fraktionsvorsitzende und Sprecher für Naturschutz Christian Meyer teil.
Die Linke vertritt Frau Marianne König, agrarpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Zuvor findet wieder das „Dümmerdreieck“ statt.
Das „Dümmerdreieck“ ist ein jährlicher Höhepunkt für alle Aktiven am Dümmer.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet von der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer (WGD) und der Interessengemeinschaft Dümmer (IGD).

Sie richtet sich ausdrücklich an alle Seglerinnen und Segler am Dümmer.
Mit einem großen Teilnehmerfeld soll den Entscheidungsträgern, den Medien und nicht zuletzt der Politik gezeigt werden, was für eine große und bedeutende Kraft die Seglergemeinschaft am Dümmer darstellt und wie wichtig der pflegsame Umgang mit unserem Revier ist, der in den letzten Jahrzehnten nicht gegeben war – Stichwort Blaualgen.

Deshalb wünschen sich die Veranstalter WGD und IGD, dass sich möglichst viele Boote mit ihren Besatzungen an dieser Veranstaltung beteiligen.

Bei dieser Veranstaltung zählt die Masse der Beteiligten, der Spaß am Segeln und das gesellige Miteinander.

Start ist Samstag der 20. Oktober 2012

14.00 Uhr Start in Lembruch
14.30 Uhr Treff in Hüde
15.00 Uhr Treff in Dümmerlohausen
15.30 Uhr Ziel in Lembruch im Hafen des SCD mit Umtrunk!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. G: Höfelmeier

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

Alle Beträge von Thomas Bunte anzeigen

15 Kommentare
  1. Walter Goldbecker sagt:

    Eine traurige Bilanz vom Dümmer. ZEITUNGSAUSSCHNITTE UND TV SPOTS (bitte Links öffnen) und jetzt soll das… Schilfpolder kommen, aber nur 81 ha, und erst in 10 Jahren seine Wirkung zeigen…….und kein Ende in Sicht !!!!!

    17.07.2010: http://www.nw-news.de/owl/3656883_Badeverbot_im_Duemmer_See.html
    02.10.2010: http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/diepholz/fischsterben-duemmer-942787.html
    23.08.2011: http://www.noz.de/lokales/56672834/den-duemmer-anwohnern-stinkts-tote-fische-durch-blaualgen-im-naherholungsgebiet
    30.08.2011: http://www.noz.de/lokales/56769219/warnung-vor-guelle-see-staatssekretaere-am-duemmer-erwartet
    13.09.2011: http://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-Dem-Duemmer-See-geht-die-Luft-aus-_arid,158966.html
    26.09.2011: http://www.youtube.com/watch?v=3jLjYg8bxuo
    03.10.2011: http://www.nw-news.de/owl/5072608_Algenplage_bedroht_den_Duemmersee.html
    01.11.2011: http://www.noz.de/lokales/56949592/staatssekretaere-aus-hannover-am-duemmer-wenig-hoffnung-auf-schnelle-hilfe
    07.08.2012: W. Goldbecker http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-diepholz/feldversuch-herzenswunsch-2449302.html
    20.10.2012: http://www.rettet-den-duemmer.de/
    Beste Badequalität am Dümmer: http://www.apps.nlga.niedersachsen.de/eu/batlas/index.php?p=k
    21.10.2012: http://www.nwm-tv.de/index.php?article_id=54&news=3854
    22.10.2012: http://videokatalog.msn.de/Umwelt/Umweltverschmutzung/video-Anwohner-in-Sorge-Fischsterben-im-D%C3%BCmmer-Blaualgen-Feuerwehr-N%C3%A4hrstoff-Gew%C3%A4sser-426293.html
    22.10.2012: http://www.hannover.1730sat1.de/aktuell.html?&cHash=4df28d9322da3be9f9b5fc8fefb85c3c&tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&tx_ttnews%5Btt_news%5D=101428
    22.10.2012: http://www.noz.de/lokales/67355677/groes-fischsterben-im-duemmer-und-der-hunte
    23.10.2012: http://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article110178322/Blaualgen-sorgen-fuer-erneutes-Fischsterben-im-Duemmer.html
    23.10.2012: http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/diepholz/diepholz-wieder-fischsterben-duemmer-2562115.html24.10.2012: http://www.radiobremen.de/nachrichten/land_und_leute/lalefischsterbenimduemmer100.html
    26.10.2012: http://www.nwnews.de/owl/7190262_Der_lange_Kampf_um_den_Duemmer_See.html
    29.01.2013: http://www.noz.de/lokales/69225085/gruendung-einer-gewaesserkooperation-obere-hunte-duemmer-der-landwirtschaftskammer
    29.01.2013: http://www.noz.de/lokales/69235345/landesregierung-niedersachsen-macht-weg-frei-fuer-duemmer-sanierung
    29.01.2013: http://www.noz.de/lokales/69235345/landesregierung-niedersachsen-macht-weg-frei-fuer-duemmer-sanierung

  2. SCED sagt:

    Es ist schon eine enorme und tolle Leistung, wenn bestimmte Leute (C. Kosanetzky, Wilhelm Beckmann) immer über alles richten, aber selbst nie einen Hauch von NEUEN INNOVATIEN IDEEN haben, geschweige denn die Arbeit auf sich nehmen, selbst einmal zu forschen, ob es als Übergang zu der langen Wartezeit (10 Jahre) eines Schilfpolders, neue auch alternative Möglichkeiten gibt, die man den Behörden und Verantrwortlichen nahe bringen kann. UInd dann auch den schwierigen Gang nach Hannover, Diepholz und Sulingen zu meistern und auch eine Testmöglichkeit zu schaffen. Es ist daher auch ein sehr hilfreiches Thema, wenn diese Leute sich anmaßen, ein Jahr Arbeit schlecht zu machen. WG

    • C. Kosanetzky sagt:

      …manchmal sind gute Argumente eben auch vergeblich. Von mir kommen erst mal keine mehr.
      „Wenn der Klügere immer nachgibt, habe eben die Dummen das Wort“. Zitat Ende

  3. SCED sagt:

    DER LANGE KAMPF UM DEN DÜMMER NW 26.10.2012
    Leserbrief
    Wir kennen den Dümmer noch ohne Eindeichung mit sauberem Wasser, wo wir Baden konnte , mit Binseninseln, mit Muscheln im Wasser und mit Feldern ringsum, wo Kühe grasten, Kartoffeln und Getreide angebaut wurde. Damals entledigte sich der Dümmer beim Winterhochwasser seiner Schilfreste und Schadstoffe auf den umliegenden Feldern. Heute steht da nur Mais und Biogas-Anlagen und Großbauern, die Massentierhaltung mit 100.000 Hähnchen, 20.00 Puten oder 5.000 Kühe. Diese verursachen natürlich Gülle, die auf die Maisfelder verbracht wird und Feststoffe, die heute ebenfalls in den Biogas-Anlagen zusammen mit dem Mais verarbeitet werden. Und die Gärreste landen ebenfalls auf den Feldern. Diese Gülle und Gärreste enthalten Phospate und Nitrate, die über Drainagen und Zuflüsse in die Hunte und letztlich im Dümmer landen. Dieses hat in den letzten Jahren zum verstärkten Algen-Wachstum, Gestank und Fischsterben verbunden mit einer Mückenplage geführt. Segler und Wochenendler wandern ab.

    Obwohl neben dem Schilfpolder weitere ALTERNATIVE Vorschläge vorliegen, lehnt man diese bis heute alle ab, obwohl im 16-Punkte-Plan Alternative Methoden vorgesehen sind.
    Unser Segelclub hat einen solchen vor Monaten eingereicht MIKRO-ORGANISMEN von einem Belgischen renommierten Hersteller, der Erfahrung mit Seen und Gewässer hat, wo diese eingebracht wurden und in Monaten die Blaualgen eliminiert hatten, keine Gestank mehr verbreiteten, auch den Schlamm langfristig reduzieren und den See wieder mit Sauerstoff versorgten, so dass Fische, Schnecken und Seevögel sich wohl fühlen. Aber für die Behörden, die WGD und den Dümmerbeirat scheint diese Methode eine „Hexerei“ zu sein, obwohl heute jeder weiß, das SPEZIELLE Mikro-Organismen selbst bei Tankerunglücken eingesetzt werden. Der Hersteller hat einen kostenlosen Groß-Test in einem abgeschotteten Hafenbecken des SCD mit Blaualgen vorgeschlagen, aber die Behörden spielen auf Zeit, obwohl alle Unterlagen, wie Datenblätter, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Kosten, und Beschreibung des Einsatzes vorliegen. Bis heute liegt keine Antwort vor.
    Mehr auf http://www.sced.de

    • C. Kosanetzky sagt:

      Mit der gebetsmühlenartigen Wiederholung der nachgewiesenermaßen völlig wirkungsfreien Mikroorgansmen Märchen erweist man den ernsthaften Bemühungen um eine Sanierung des Sees keinen guten Dienst! Sucht man das Netz nach dieser Technik ab, findet man ausschließlich Darstellungen von Vertreibern dieser zweifelhaften Methode, die direkt oder indirekt von ihrer Vermarktung profitieren. Ich bitte darum, endlich mit diesem SPEZIELLEM MIKROORGANISMEN Unfug aufzuhören und sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Ich erlaube mir, den Vortrag von Dr. Jürgen Matthes zu zitieren (Deutsche Gesellschaft für Limnologie (DGL)
      Erweiterte Zusammenfassungen der Jahrestagung 2009 (Oldenburg), Hardegsen 2010), Download unter Hunte-Wasserverband.de:

      „Schlussfolgerungen
      Die Beantwortung der eingangs gestellten Frage – Was bringen sogenannte „alternative Restaurierungsmethoden“
      für unsere Seen (im Vergleich zu naturwissenschaftlich fundierten Verfahren)? –
      kann schlussfolgernd somit nur lauten: Nichts! Die Beschäftigung mit den immer wiederkehrenden
      (und nicht selten enthusiastisch und fordernd vorgetragenen) Anträgen zur Förderung und Umsetzung
      der bedenklichen „alternativen Techniken“ (häufig auch in Kombination: Plocher-Artikel plus
      EM!) bedeutet verlorene Zeit. Grundsätzlich sollte mit Mitteln für den Gewässerschutz gewissenhaft
      umgegangen werden und nur in Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben investiert werden, die
      auf naturwissenschaftlicher Basis beruhen und nachhaltige Erfolge erwarten lassen.“ Der naturwissenschaftlich Interessierte möge sich den gesamten Text zu Gemüte führen. Ich werde diesen Unfug hier nicht weiter kommentieren und appelliere ein letztes Mal an das Verantwortunsbewusstsein des „SCED“ (ist hier wirklich ein gesamter Verein einer Meinung!?!), den Dümmerfreunden nicht weiter einen solchen Quatsch aufzutischen!

  4. SCED sagt:

    Lieber Wilhelm
    Das du den Vorsitz abgibst ist eine Sache, das du aber noch zum Schluss deine bisher immer vertretene einseitige Meinung zum Schilfpolder und deine abwertende Meinung zu unseren Vorschlägen der Mikro-Organismen lautstark im Brief nochmals verkündet, ist wirklich nicht zu überbieten. Daran kann man auch erkennen, das du bis heute keine alternative neuen Methoden akzeptierst, oder zumindest als Test auch von den Behörden forderst, woran dann alle erkennen können, ob so eine Methode auch eine Übergangslösung sein kann, um unseren Dümmer wieder attraktiv zu machen. Dieses verhinderst du, in dem du lieber den jetzigen Zustand „10“ lange Jahre für alle Segler hinnimmst. Aber dann bist du ja auch nicht mehr mit verantwortlich. Deine Fragen sind dem NLWKN alle bekannt und ausführlich beantwortet. Ich finde es sehr schade, weil wir uns sehr viel Mühe geben, die von dir abgewertet werden.
    Gruß Walter 20.10.2012

    ++++++Ausschnitt aus der Einladung zur Deligiertenversammlung:++++++
    Ich bin Laie, weiß aber aus dem Beirat, dass mindestens folgendes geklärt sein muss, bevor so etwas mit dem Dümmer als Experiment erfolgen kann:
    •welche Inhaltsstoffe sollen in den Dümmer eingebracht werden
    •welche Mengen von den Stoffen werden benötigt
    •wie wirkt sich der Dauerzufluss von Nährstoffen durch die Hunte aus, was auch bedeutet, wie nachhaltig kann so eine Maßnahme sein
    •schließlich, wie teuer wird der Einsatz dieser Methoden.
    Soweit mir bekannt, hat diese Fragen keiner derjenigen beantwortet, die ihre Produkte anbieten. Das bedeutet nicht, dass keine Wirkung erzielt werden könnte. Herr Schuster hat bei dem Sonder-Dümmer-Forum vor einigen Tagen schon aufgezeigt, auf welcher Basis man
    zueinander finden könnte.
    Ich lasse mich gern anders überzeugen, jedenfalls glaube ich zurzeit an keine dieser Alternativen.
    Wir müssen aber auch gemeinsam in eine Richtung (du meinst „Schilfpolder“) gehen und dürfen uns dabei nicht auseinander bringen lassen, nur gemeinsam sind wir SeglerInnen und SurferInnen stark.
    Wilhelm Beckmann Vorsitzender WGD

  5. Wolfram Pilgrim, SCC sagt:

    Anmerkungen zu Aussagen von Wilhelm Beckmann:

    Eine Pauschalverurteilung möglicher alternativer Restaurierungs- oder Sanierungsmaßnahmen ist ebensowenig zielführend wie eine Generalabsolution der lokalen Agrarindustrie („Landwirtschaft“). Aus der Sicht der Betroffenen ist es nicht hinnehmbar, wenn alle Maßnahmen nur auf langfristige Wirkungen abzielen. Diese ist für den notwendigen Schilfpolder sicherlich richtig, darf aber nicht das alleinige Heilmittel bleiben.

    Heute wurde in einem ZDF-Beitrag (bundesweite Sendung) erstmalig explizit die Ursache für die Misere genannt: eine nicht angepaßte und übermäßige Düngung im Einzugsbereich der Hunte. Endlich werden einmal Ross und Reiter genannt!

    Als Konsequenz für eine zeitnahe Verbesserung der Situation und auch zur Unterstützung der Wirksamkeit des Schilfpolders müssen die zuständigen Stellen kurzfristig auf einer strikten Einhaltung der schon bestehenden gesetzlichen Regelungen (Düngeverordnung, WHG) bestehen und deren Umsetzung auch wirksam kontrollieren.
    Wenn jetzt die Landwirtschaftskammer zusätzliche Berater für eine Düngeberatung einstellt, zeigt dieses, dass die bisherige Praxis der „Eigenüberwachung“ versagt hat.
    Wir Segler und auch die betroffenen Anwohner sollten uns nicht wieder mit langfristigen Maßnahmen abspeisen lassen, sondern die Umsetzung kurzfristiger Veränderungen fordern und ggfs. auch erzwingen.

    • C. Kosanetzky sagt:

      Ich stimme dir in Teilen zu, aber: Die erstmalige explizite Ursachenennung heute im ZDF…. na, na: Dazu gab es schon vor 30 Jahre Symposien in der Region, Presseberichte, Infostände, Fernsehberichte, das ganze Programm….

      Auch wenn es eine bittere Pille ist: Ich bin ebenfalls fest davon überzeugt, dass NUR langfristige Maßnahmen zu einem dauerhaften Erfolg führen können, alles andere ist leider meist ein Herumdoktern an den Symptomen….so traurig das auch ist!

  6. Wilhelm Beckmann sagt:

    Liebe Dümmerfreunde,

    ja wenn doch alles so einfach wäre: Wasser ablassen, Dümmerdreck ausschieben, Problem beseitigt. Oder: Deich öffnen, Wasser sucht sich seinen Weg, wir haben wieder Zustände wie früher in der guten alten Zeit, also alles wieder in Ordnung am See. Oder: man nehme ein Mittel, füge es dem schlechten Dümmerwasser zu, und siehe da, das Schlechte im Wasser verschwindet, das Gute bleibt. Oder: „man“ verbietet einfach die Landwirtschaft im Einzugsbereich des Dümmer, das führt zu weniger Phosphateintrag in den See, also ist das Wasser wieder sauber.

    Leider hilft keiner der vorgenannten Wege, da sind sich alle Wissenschaftler und Gutachter und Fachbehörden einig.

    Und auf Wunder kann man zwar hoffen, auf Wunder kann man am Dümmer aber nicht bauen.

    Auch wenn das jetzige Fischsterben wieder einmal deutlich macht, wie schlecht es um den See bestellt ist, wie jämmerlich die Kreatur im See leiden muss, wie belastet jeder Besucher und Segler vom Gestank ist, es gibt keine einfachen Lösungen. Wir können nur auf langfristige Änderungen setzen. Wir selber können uns vorwerfen, als Seglerinnen und Segler 30 Jahre lang nicht laut genug gewesen zu sein, das ändert allerdings wenig an der jetzigen Situation. Die zu verändern, muss das Ziel sein. Erforderlich für jeden einzelnen ist meines Erachtens, dass er sich schlau macht über das Geschehen am See, nicht den Kopf in den Sand steckt, aber auch nicht jedem noch so kruden Gedanken an eine Wunderlösung aufsitzt. Schaut euch auf http://www.gll.niedersachsen.de unter der Regionaldirektion Sulingen zum Thema Dümmer-Forum, Dümmer-Beirat und unter der FAQ-Liste an, wie komplex das Thema einer dauerhaften Sanierung des Dümmer ist, dann könnt ihr auch verfolgen, wie weit nach einem Jahr der Stand gediehen ist. Wenig genug, aber die Richtung stimmt! Daran sollten wir gemeinsam arbeiten!

    • C. Kosanetzky sagt:

      Volle Zustimmung! Eine nüchterne und klare Einschätzung der Situation, wie sie leider selten in diesen Tagen ist! Bei allem Ärger (auch bei mir!) finde ich es wichtig, Faktenlage immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen – das Protokoll der letzten Bereitssitzung stimmt ja in einigen Bereichen durchaus optimistisch – auch wenn vorsichtig positive Ausblicke nicht zur derzeitigen Stimmungslage passen!

      Auf der anderen Seite sollte der politische Druck aufrecht erhalten werden, womit aber nicht der Druck auf den Dümmerbeirat gemeint ist, der – soweit ich das anhand der veröffentlichten Texte beurteilen kann – seine Aufgabe sehr ernst nimmt und gut arbeitet. Es wäre schön, wenn es eine geschlossene Unterstützung durch die Wassersportler gäbe – verbunden mit der nötigen Positionierung in der Öffentlichkeit.

      Danke für die klaren Worte, freundliche Grüße und einen langen Atem!

  7. C. Kosanetzky sagt:

    Der Eindruck des Zeitschindens drängt sich auf, ja – zumal der Polder schon in den 80er geplant war und die ersten 15 Millionen wenn ich die presse richtig lese, zwar angekündigt, aber noch nicht vom Landtag beschlossen sind. Ich meine, wenn sich der Dümmerbeirat zum Jahresende auf den Polder als Mittel der Wahl (erneut…) aussprechen sollte, müsste die Politik verbindlich zusagen, dass die Anlage in der nächsten Legislaturperiode auch in Betrieb geht, es ist weder uns noch dem See zuzumuten, dass man nicht einmal anfängt. Insofern wäre es auch wichtig, dass die Seglerschaft sich geschlossen hinter einem Konzept versammelt und nicht einige immer mal wieder Millionen für Scharlatanerie fordern. wir sollten uns nicht vormachen: Der Schilfpolder wird – wenn der denn funktioniert – Jahre brauchen, bis er funktioniert – und der Dümmer weitere Jahre, bis erfolge sichtbar werden – insofern gibt es jetzt keine Zeit zu verlieren. Eine Alternative wäre aus meiner Sicht eine reguläre Kläranlage mit biologischer Reinigungsstufe und Phosphatfällung – an die wird wohl erst recht an den Kosten scheitern – insofern hat das Polderkonzept schon einen gewissen Charme!

  8. SCED sagt:

    IGD Leider kommt Ihre Einladung viel zu spät……..
    Wir hatten Ihnen sehr oft im vergangenen Jahr Berichte, E-Mails und Schreiben an alle Behörden über Diepholz, Sulingen und Hannover zukommen lassen, in dem wir auch ihnen unseren Wunsch mit ALTERNATIVEN MÖGLICHKEITEN nahe bringen wollte.
    MIKRO-ORGANISMEN. Leider habe wir nie eine Antwort von Ihnen bekommen, obwohl Sie als IGD und lt. Ihrer Homepage doch für den Dümmer und alle Maßnahmen, die eine Verbesserung der unerträglichen Zustände bringen können, der ideale Partner sind. Leider habe wir auch noch nie in Ihren Berichten und Protokolle von anderen Alternativen außer dem Schilfpolder gelesen.
    Wir sind gespannt, was Sie uns über die nächsten 5 Jahre berichten wollen. Es wird nichts Neues sein, außer neue Randstreifen, Planung evtl. Bau Schilfpolder, Reduzierung Nährstoffe, usw.
    Blaualgen, Fischsterben und Gestank werden sich nicht ändern.
    Es ei denn, man hat Mut und geht neue ALTERNATIVE Wege.
    siehe http://www.sced.de

    • friedhelm weller sagt:

      seid ihr auch der meinung, dass die politischen Entscheidungsträger auf Zeit setzen? Von einer Beseitigung des Problems keine Spur: ein Alibibagger am Westufer, 10 und 15 Jahrepläne für Schilfpolder.
      Sind die Ansätze KLärwerk an der Hunte südlich des Dümmers, Wasserablassen und Abschieben der Nährstoffschicht, Mikroorganismen von nur einem der Entscheidungsträger aufgegriffen?

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