Umweltministerium gibt 300.000 € für den Gewässerschutz frei

Am letzten Freitag war in der Kreiszeitung eine kurzer Artikel zum Thema Gewässerschutz zu lesen.

Danach soll das niedersächsiche Umweltministerium Mittel für den Gewässerschutz zur Verfügung stellen. U.a 300.000 € für den Dümmer. Laut Artikel soll ein Amphibienfahrzeug Algen aus dem Dümmer entfernen. Dies wurde am Wochenende am Dümmer natürlich mit wohlwollen aufgenommen.

Die aktuelle Pressemitteilung des Umweltministeriums relativiert aber diese gute Botschaft wieder ein bisschen:

„Mit der Freigabe werden auch Mittel zur Fortsetzung des 16-Punkte-Plans zur Dümmersanierung eingesetzt. Welche Nährstoffe gibt es in welcher Konzentration im Dümmer und wie kommen sie in das Gewässer? Um das herauszufinden sowie um die Realisierung eines Schilfpolders zu überprüfen, stehen bis zu 300.000 Euro zur Verfügung. Auch bereits im Dümmerbeirat außerhalb des 16-Punkte-Plans diskutierte kleinere Sofortmaßnahmen zur „Symptombekämpfung“ können mit diesen Mitteln voraussichtlich in diesem Jahr realisiert werden. „Wenn es die Witterungsbedingungen erfordern, kann bereits in diesem Sommer beispielsweise ein Amphibienfahrzeug zum Abfiltrieren der Algenbiomasse in betroffenen Hafenanlagen zum Einsatz kommen“, sagte Birkner. „

Hier ist also auch die Untersuchung des Schilfpolders und der Einleitungen mit in dieser Summe enthalten.
Sind die im letzten Jahr versprochenen kurzfristigen 150.000 € für die entsprechenden Untersuchungen, dann nicht ausreichend gewesen und mussten ergänzt werden, oder sind diese etwa doch nicht so kurzfristig genutzt worden?

Denn das Thema kurzfristige Maßnahmen ist ja im Augenblick nicht so „erfolgreich“ am Dümmer. Schon im Herbst wurde lautstark ein verstärktes Baggern angekündigt, dem aber bisher noch keine Ergebnisse erfolgt sind. Denn es ist immer noch kein Bagger auf dem See!
Und die recht kurzfristige Eislage von ca. 3-4 Wochen kann ja auch nicht wirklich eine Ausrede sein, denn da haben wir in den letzen Jahren doch deutlich längere Eisphasen gehabt! 

 

 

 

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

Alle Beträge von Thomas Bunte anzeigen

2 Kommentare
  1. Segelclub SCED sagt:

    Landwirtschaft
    NRW will Gülle-Import aus den Niederlanden bremsen
    27.03.2012 | 07:35 Uhr

    Düsseldorf. Die Landesregierung will strenger kontrollieren, wie viel Gülle aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kommt. Die Jauche, die auf den Feldern in NRW und NS verteilt wird, ist ein Problem für das Grundwasser. Nun verhandeln die Niederlande und NRW. Allein im letzten Jahr haben sie daher 750 000 Tonnen Gülle nach NRW exportiert. Viele Landwirte sind dankbar für die dunkle Suppe: Die Import-Gülle ersetzt auf den Feldern teuren Kunstdünger. Sie ist mehr als die Hälfte billiger als Gülle zum Beispiel aus dem Münsterland, mehr noch: Mitunter gibt es sogar Geld fürs Entsorgen. Dagegen läuft die niederländische Regierung aber nun Sturm. Sie pocht auf freien Warenverkehr und stößt in Brüssel auf offene Ohren. Die EU-Kommission hat angedeutet, die Bestimmungen ändern zu wollen.

    Den „Überwachungsbehörden werde dann jede Möglichkeit zum eingegreifen genommen“ fürchtet Remmel und hat einen „Brandbrief“ an Bundesministerin Ilse Aigner geschrieben.

    „Niemand weis, wie viel Gülle jedes Jahr aus Holland nach Deutschland kommt“, sagt Gösta Fuchs, zuständiger Referent bei der Landwirtschaftskammer NRW. Das NRW-Umweltministerium will nun einen neuen Vorstoß zur besseren Kontrolle machen. „Wir verhandeln mit den Niederländern und wollen einen Einblick in deren digitales Gülle-Register erhalten“, sagt Sprecher Wilhelm Deitermann.

    Um “ Gülleströme möglichst lückenlos zu erfassen“ will NRW dem Bericht zufolge die Landesverbringungsverordnung mit einer Meldepflicht verschärfen. Danach sollen auch alle Betriebe, die in NRW und NS Gülle abgeben, einmal im Jahr eine lückenlose Dokumentation vorlegen. „Alle Überwachungsmöglichkeiten müssen konsequent genutzt werden“, fordert Deitermann.

    Kommentat SCED:
    Hier muss konsequent ein striktes Verbot der EU gefordert werden. Wir können nicht unsere Felder von großen Tier-Mastbetrieben zusch…… lassen, zusätzlich mit Holländischer Gülle, die Grundwasser, Flüsse und Seen (Dümmer) mit Phospate und Nitrate vergiftet.

  2. Greger sagt:

    als langjähriger Nachbar und nun konkret betroffener Anrainer ist diese Hinhaltetaktik der Politik mehr als unbefriedigend. Ich würde mir wünschen das endlich konkrete Maßnahmen ergriffen würden, um uns und unseren Nachkommen dieses einzigartige Nahschutz- und Erholungsgebiet zu erhalten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.