Zwei Fragen auf Basis eines NOZ -Berichtes über die Dümmer-Problematik

NOZ  Die Angst vor den Algen_ Anwohner des Dümmer und das Land Niedersachsen kämpfen um See Ein aktueller Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung, führt mich zu zwei für mich wichtigen Fragestellungen in der Diskussion um den Dümmer.

  1. Die Mittel für die Sanierung für die Jahre 2013 folgende sind noch nicht wirklich fixiert.
  2. Wir müssen verhindern, dass sich „die Region“ und die Nutzer des Dümmers an den Kosten „beteiligen muss“. Denn wir sind nicht die Verursacher, sondern das „Opfer“.

Aber beginnen wir mit dem Ausgangspunkt. Von der NOZ hört man vielleicht nicht ganz so oft etwas zum Thema Dümmersanierung. Aber wenn, dann hat der Autor Dirk Fisser immer sehr umfassend recherchiert und eine breite und fundierte Darstellung.

So auch jetzt mit einer Beschreibung der aktuellen Situation, der aktuellen Maßnahmen und auch aller „Unklarheiten“ unter dem Titel „Die Angst vor den Algen: Anwohner des Dümmer und das Land Niedersachsen kämpfen um See„.

Und wie gesagt- zwei Punkte davon möchte ich gerne aufnehmen, da Sie auch mich schon länger beschäftigen:

Der erste ist die Frage der Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen – vor allem des Großschilfpolders. Die NOZ schreibt:

„Da stellt sich die Frage, ob das bereitgestellte Geld überhaupt reicht. Darüber hat man sich im Umweltministerium auch schon Gedanken gemacht. Die Erkenntnis: „Das wird sicherlich knapp.“

Vor allem wenn man weiss, das die Mittel ja nur in einer vorläufigen Haushaltsplanung eingestellt sind und noch nicht fest in einem Haushalt verankert sind. Denn davor steht ja noch eine Landtagswahl!
Also müssen wir am Ball bleiben und die Politik weiter mit Öffentlichkeitsarbeit bedrängen, so dass es für alle Parteien gar keine Alternative mehr zur Dümmersanierung gibt! 

Die zweite Frage bezieht sich auf ein Zitat von Staatssekretär Ripke aus dem letzten Jahr:

„Friedrich-Otto Ripke (CDU), der zweite Staatssekretär, der vor einem Jahr am Dümmer war, hat bereits gesagt: „Die Politik erwartet, dass sich die Region beteiligt.“ Wen er damit meint? Den Landkreis Osnabrück? Die Dümmer-Anrainer? Darüber wird wohl noch so manche Diskussion geführt werden müssen.“

Das wäre dann die Umkehr des Verursacher-Prinzips!

Durch die Überdüngung aus Landwirtschaft und Gärrückständen aus Biogasanlagen wird unser See „unbrauchbar“ – und das ganze noch von uns kräftig subventioniert.
Und für die Folgen dieser „Verschmutzung“ sollen dann die Region und die Nutzer des Sees aufkommen?

Das wäre ein echter Skandal – und dagegen müssen wir uns entschieden und mit allen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit wehren.

Über Thomas Bunte

Thomas Bunte ist freiberuflicher Projektleiter und Web-Entwickler, aber vor allem überzeugter "Dümmeraner". Von Geburt an verbringt er die Wochenenden und weite Teile der Ferien am Dümmer!

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Ein Kommentar
  1. Maria sagt:

    Ich sehe das ähnlich – wir hier wohnen in einer der Gegenden, die den Algenmist im Dümmer mit verursacht, in der Nähe der Hunte südlich des Dümmer. Hier wird munter direkt bis an die Entwässerungsgräben in unmittelbarer Nähe der Hunte locker (oft mehrmals im Jahr) so gegüllt, dass die Gülle 10 cm hoch auf dem Acker steht … wo die Plörre landet, kann man sich vorstellen.
    Auch riesige LKW aus den Niederlanden, die die Gülle noch zusätzlich abkippen, habe ich schon gesehen.
    Bringt die Gemeinden Bohmte, Ostercappeln, Bad Essen (alle entlang der Hunte bis zum Dümmer) usw. an einen Tisch, und die Landwirtschaftskammer gleich mit dazu. Bislang scheint keiner der Politiker sich zu trauen, sich mit den Landwirten anzulegen.
    Wie kann man dieses Kleinod der norddeutschen Landschaft, diesen wunderbaren Dümmersee so dumm den Interessen der Massentierhaltung und jetzt noch dazu den Biomasse- Maisäckern opfern, die immer mehr zu Gülle-Schwämmen werden …

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